Startseite
Afrika 2003-2004
Unser Reiseweg
Start in Deutschland
Tour de France
Bella Italia
Kalimera Greece
Merhaba T├╝rkye
Welcome to Syria
Ramadan in Jordan
Checkpoint Egypth
Sudanese Roads
Yu yu Ethiopia
Karibu Kenia
Rainy Tansania
Hallo in Malawi
Poor Mosambik
In S├╝dafrika
Back in Germany
Nach 20.000 Km
Res├╝me Ausr├╝stung
Res├╝me der Reise
Contact us / Links
Traveller / Leute
Checkpoint Egypth

22.November - 16. Dezember: Ägypten : Checkpoint Egypt

Die Grenzformalit├Ąten:

Nachdem unser Schiff nach 14 Stunden endlich in den fr├╝hen Morgenstunden in ├ägypten angekommen war, zwang uns ein freundlicher Touristpoliceofficer auch gleich dazu, die Zollformalit├Ąten zu erledigen.

Nach dem ÔÇťkleinen SchiffsausflugÔÇŁ waren wir todm├╝de und wollten lieber erstmal ein wenig schlafen. Keine Gnade !

Mehre Beamte kreisten unser Auto ein. Jeder hatte seinen Job. Einer, der nur Chassisnummern ansieht, ein andere kontrolliert die Motornummer, der n├Ąchste schreibt nur die elektronischen Ger├Ąte auf.

Tief beindruckt hat uns eine Gruppe von 5 Leuten, die die Autos systematisch nach Schmuggelgut durchsuchen. Jeder an einer T├╝re und los gehts, da wird geschraubt und gezerrt und gezogen...

Gl├╝cklicherweise wurde uns diese Prozedur erlassen und unser Auto nur grob durchgesehen.

Peter hatte in der Zwischenzeit das Vergn├╝gen, den Papierkrieg hinter sich zu bringen. Die kopieren doch wirklich alles in zig Ausf├╝hrungen. Abschlie├čend bekamen wir gelbe Nummernschilder und unsere neue Zulassung.

Unser Wille war gebrochen, wir waren hungrig, m├╝de und total am Ende. Bereitwillig akzeptierten wir, das trotz 14 Tage Visum eine Versicherung f├╝r 30 Tage abgeschlossen werden mu├č, sowie alle Kosten und leisteten Unterschriften, f├╝r was auch immer.

Erheiterung fanden wir nur im Zollhof. Die Sattelschlepper haben die Koffer und Taschen zu einem Berg aufget├╝rmt, der von den Menschen nach ihrem Gep├Ąck durchsucht wurde. Uns kam einer entgegen, der den Henkel seines Koffer in der Hand hielt, den dazugeh├Ârigen Koffer aber nicht finden konnte.

Solche Chaoten, v├Âllig ohne System, kein Wunder, das die zu nichts kommen.

An der letzten Schranke wurden alle Papiere nochmal gepr├╝ft, wir haben dem Beamten alle Papiere ausgeh├Ąndigt, Hauptsache, der macht die Schranke auf und wir k├Ânnen endlich einen Schlafplatz finden.

Unsere ersten Meter in Ägypten:

Unsere erste Fahrt in Ägypten endete hinter dem Ortsschild von Nuweiba (oder etwas, das wir dafür hielten, wegen der arabischen Schriftzeichen).

Statt der Rechtskurve zu folgen sind wir gerade aus in ein Sandfeld. Vorh├Ąnge zu, gute Nacht !

Am n├Ąchsten Morgen waren wir erstmal von der Landschaft ├╝berrascht und machten uns Fr├╝hst├╝ck. Mit Kaffee im Bauch wollten wir weiter nach Dahab.

Wir standen schon auf der Strasse und warteten auf Peter. Der hatte sich beim Verlassen des Schlafplatzes im weichen Sand eingegraben !

Die erste Bergungsaktion unserer gemeinsamen Reise stand an.

Bergehilfe f├╝r Peter, raus aus dem Sand

Unser neues gelbes Nummernschild

Die Landschaft hat uns total ├╝berrascht, sehr steinig mit langen Steigungen und ersten Sandfeldern neben der Asphaltstrasse.

Die Checkpoints:

Nach 15 Kilometern kamen wir auch schon an den ersten Checkpoint von vielen.

Woher, wohin, warum ? Nummernschilder aufschreiben, eventuell noch die Passnummer und schon geht es weiter. Nat├╝rlich wird alles in ein dickes Buch eingetragen, manchmal kann man im Auto sitzen bleiben, manchmal mu├č man mitgehen. Wof├╝r das ganze wei├č leider niemand.

Dahab: Ein Traum zum Tauchen und da wo kaltes Bier zuhause ist

Alsbald erreichten wir Dahab. Die Frage bei der freundlichen Touristenpolizei, wo wir mit unseren Auto┬┤s stehen k├Ânnten, wurde mit ÔÇťsucht euch einen sch├Ânen Platz auf dem StrandÔÇŁ beantwortet.

So konnten wir gleich bis ans Wasser fahren. Leider war Peter von der Bergeaktion so beeindruckt, da├č er sich nur z├Âgerlich auf den Strand traute.

Es war herrlich sonnig, aber leider auch windig, so bauten wir mit einem Tarp ein tolles Strandcamp (GPS N 28┬░28ÔÇŁ569┬┤und E 034┬░30ÔÇŁ646┬┤).

Gegen sp├Ąter haben wir mal die Luft aus den VW Bus Reifen gelassen und siehe da, pl├Âtzlich sind Sandfahrten m├Âglich, ohne sich einzugraben.

Peter hatte einen Heidenspa├č, den Strand auf und ab zu fahren.

Unser Beachcamp in Dahab

Frau Spi hat Spa├č am Strand

Da wir mehrere Tage dort standen wurden wir zu einem regelrechten Ausflugsziel. Dahabstadt war ca. 2 Kilometer von uns entfernt. Dort sind all die Hotels mit ihren Tauchschulen und die Cafe┬┤s und Discotheken.

Am zweiten Tag lernten wir Regina und Ralf aus Leverkusen kennen. Die beiden sind zum Tauchen und Urlaubmachen hergekommen. Sie luden uns in ihr Hotel ein und wir hatten eine lustige Zeit mit vielen Stella Bieren.

├ťberhaupt ist Dahab eine klasse Ortschaft, sieht ein bischen aus wie eine ehemalige Hippyhochburg. Gem├╝tliche Sitzecken ├╝berall unter den B├Ąumen.

Tauchen ist hier Spitzenklasse ! Wir sind blo├č ein wenig herumgeschnorchelt, haben dabei aber auch schon viel gesehen

Der erste Tankstopp :

Eigentlich ist Tanken ja nichts, was besonders erw├Ąhnt werden m├╝├čte. Aber in ├ägypten zahlten wir umgerechnet 13,3 Cent pro Liter Super !!!

Da darf der Landy doch mal einen vollen Schluck aus der Pulle nehmen !

Der restliche Sinai war schnell durchquert, wir fanden unterwegs noch den einen oder anderen ruhigen Schlafplatz.

Endlich im richtigen Ägypten:

Um in den eigentlichen Teil Ägyptens zu gelangen, führt ein Tunnel unter dem Suezkanal hindurch. Die Gebühr von 5 Egypth Pound war auch erschwinglich.

Der weitere Weg f├╝hrte uns direkt nach Kairo. Wir bogen auf die Ringroad, die Kairo umschlie├čt (dachten wir da jedenfalls noch).

Da wir die Wegbeschreibung von einem Campground hatten, war es nicht all zu schwer, diesen auch zu finden. Wir waren ├╝berw├Ąltigt, als wir auf dem Weg am Horizont pl├Âtzlich die Pyramiden sahen !

Unser erster Blick auf die Pyramiden in Cairo

Der Tahirsquare in Cairo in der Abendsonne

Am Camping angekommen, haben wir auch gleich ersten Kontakt mit der ├Ągyptischen Gesch├Ąftsmentalit├Ąt bekommen.

Wir hatten ein Prospekt in dem von 10 Pound die Rede war. Der Platzwart meinte aber, die Preise seien gestiegen und das Prospekt veraltet. Wir verlangten daraufhin ein neues. Hier war auch nur die Rede von 10 Pound.

Also war klar, das wohl 5 EP in seine eigene Tasche wandern und eben nicht in die des Betreibers. You┬┤re welcome !!!

Ein bunter Tag in Cairo: Die H├Âlle ist ruhiger

Da wir mit ├Âffentlichen Bussen oder der Metro in die Stadt fahren wollten, um uns nicht des Risikos eines Unfalles auszusetzen, machten wir uns zu Fu├č auf den Weg zur Hauptstrasse.

Da leider keiner von uns so richtig wu├čte, wie man eine Metrostation erkennt (oder ob in dieser vermeintlichen Hauptstrasse ├╝berhaupt eine Metrolinie existiert) liefen wir einfach mal die Strasse lang.

Nachdem klar war, das diese Aktion von akuter Aussichtslosigkeit befallen war, entschlossen wir uns, ein Taxi zu nehmen.

Taxifahren in Cairo: Eines der letzten Abenteuer unserer Zeit:

Wir wollten zuerst zur Embassy of Sudan um unser Visum in die Reihe zu bekommen. Da der Taxifahrer keine Ahnung hatte, wo die Embassy ist scho├č er mit uns an Bord erstmal die Strasse runter.

Bei 60 Km/h fragte er einen anderen Taxifahrer neben uns. Da auch er es nicht wu├čte, wurden einfach alle Leute an der Strasse interviewt. Nach mehrfacher Irrfahrt landeten wir dann doch bei unserer Embassy. Der Fahrpreis hatte sich mittlerweile verf├╝nffacht. Das hatte nat├╝rlich eine lautstarke Diskussion zur Folge. Das ist ├╝brigens das Standardende einer Taxifahrt in Cairo.

Wir sind , wie die Locals, dazu ├╝bergegangen, erst mal auszusteigen und dann den zuerst vereinbarten Geldbetrag durch das Fenster hineinzureichen. Danach umdrehen und weggehen, blo├č nicht diskutieren.

Leider mu├č man sagen, da├č man auf Schritt und Tritt beschissen wird. ├ťberall wird mal gleich der doppelte Touristenpreis aufgerufen. Leider sind damit Diskussionen zum Ende hin nie ausgeschlossen.

In der Sudanembassy haben wir dann Rupert aus England und Silvia und Andy aus der Schweiz kennengelernt. Sie haben uns dar├╝ber hinweggetr├Âstet, da├č wir vorher noch zur Deutschen Botschaft m├╝ssen, um ein Empfehlungsschreiben zu kaufen. Das Schreiben hat uns auch ÔÇťnurÔÇŁ 20 Euro pro Nase gekostet.

Der Cairocampground:

Da wir von unseren neuen Bekannten erfahren haben das es einen weiteren Campground in Cairo gibt, auf dem sich viele Afrikafahrer befinden, beschlossen wir umzuziehen.

Bei GPS N 29┬░57ÔÇŁ800┬┤und E 031┬░09ÔÇŁ510┬┤ wurden wir f├╝ndig. Da die Nacht hier auch 15 EP pro Nase kostet, hat sich in dieser Hinsicht nichts ge├Ąndert.

Hier wimmelte es nur so von Afrikareisenden. Und mittendrin unsere K├Âlner Bekannten Julianne und Christian mit dem VW LT 4x4.

Nach herzlicher Begr├╝├čung fanden wir heraus, da├č wir alle nach Karthoum im Sudan wollen. Da die einzige M├Âglichkeit in den Sudan zu gelangen eine Pontonf├Ąhre ist, war schnell beschlossen, da├č wir alle zusammen eine F├Ąhre voll kriegen w├╝rden und so der Preis f├╝r jeden niedrig halten k├Ânnten.

Unser Konvoi nach Karthoum war geboren, doch dazu sp├Ąter.

Die Restlichen Tage in Kairo: oder how to extend a Numberplate

Langsam stand die Verl├Ąngerung unsere Visa und der Zulassung ins Haus. Wir suchten uns ausgerechnet den Tag aus, an dem es in Cairo in Str├Âmen regnete.

Die Verl├Ąngerung der Visapapiere war leicht zu erledigen. Am Hilton Hotel in der City befindet sich das Emigrationoffice. Hier spricht zwar keiner Englisch aber mit H├Ąnden und F├╝ssen ging es irgendwie. Nur eine Beschreibung, wo sich das Department of Transport genau befindet, war nicht zu bekommen.

Es hie├č, irgendwo am Flughafen. Wir also auf die Ringroad mit unserem Landy in der Hoffnung, das der International Airport of Cairo dort schon irgendwo angeschrieben stehen wird.

Nein, Hinweisschilder sind hier g├Ąnzlich unbekannt. Nur eine landende Maschine wies uns den Weg. Ich sagte noch zu Susan ÔÇťWenn da gleich kein Feuerball aufsteigt, mu├č da der Flughafen seinÔÇŁ. Nachdem wir eine Jenseitspf├╝tze durchfahren hatte, blieben wir erstmal mit nasser Verteilerkappe liegen.

Nach kurzer Trockenpause ging es mit nicht wirklich besserer Laune weiter.

In akuter Flughafenn├Ąhe kam uns die Idee, beim Sheraton Hotel nach dem Weg zu fragen. Leider hat das Auto vor uns so ungeschickt in der Einfahrt gehalten, das wir zur├╝cksetzen mu├čten, um daran vorbeizukommen.

Beim zur├╝cksetzen krachten wir dann genau in den Wagen hinter uns. Leider habe ich den durch die beschlagenen Scheiben nicht gesehen.

Beim Aussteigen staunten wir nicht schlecht. Der Honda Civic hinter uns sah ganz anders aus als vorher. Unser Reserverad hat die Haube eingedr├╝ckt, der Highjackfu├č den Scheinwerfer und den Blinker entfernt und die Einstiegsstufe hat das Nummernschild abgerissen. Sch├Âner Schei├č !

Sofort wurden Geldforderungen laut, er fragte mich, was ich freiwillig zahlen wollte. F├╝nzig, sagte ich. Nein, nein er dachte an 200. Zweihundert sind zuviel, nein,er wolle 200 Pfund !!! Pfund???

200 Pfund sind ca. 30 Euro !!! Alles klar, sofort haben wir bar bezahlt und zugesehen das wir Land gewinnen. Puuuh, nochmal glimpflich davon gekommen.

Als n├Ąchstes haben wir uns einen Guide zum Department of Transport genommen. Ein Taxifahrer, der unterwegs auch nur 5 mal nach dem Weg fragen mu├čte, fand schlie├člich das Department.

Die Strassenbenutzung kostet erstmal 5 Pfund. Warum wei├č niemand so genau, aber immerhin gab es eine Quittung.

Das Department of Transport:

Nach der Pa├čkontrolle standen wir erstmal ratlos herum, wohin gehen bei all diesen B├╝ro┬┤s und Schaltern. Es stellte sich ein junger Mann als Officeguide vor, er wisse genau was zu tun sei und er verlange f├╝r seine Dienste 100 Pound.

Ein stolzer Preis, wir versuchten zu handeln, keine Chance. Entweder hundert oder wir m├╝ssen selbst heraus finden, wo wir hin m├╝ssen.

Unsere ersten Versuche scheiterten schon an der B├╝robeschriftung, ebenso war keiner gewillt, mit uns englisch zu sprechen.

Kleinlaut nahmen wir dann unseren Guide in Anspruch, es folgte ein dreist├╝ndiger Marsch durch fast alle B├╝ro┬┤s. Hier ein Formular unterschreiben, hier eine Kopie, dann Auto herholen Chassisnummer vergleichen, zum B├╝rovorsteher ÔÇťGuten Tag ÔÇť sagen, Nummernschilder abgeben, erneute Fahrzeugkontrolle, Motornummer ablesen, sicherheitshalber nochmals Chassisnummer kontrollieren.

Das Abschlie├čen einer erneuten Versicherung wurde angeblich notwendig, da wir jetzt ein anderes Nummernschild bekommen werden. Das die andere Versicherung f├╝r 30 Tage bezahlt wurde, interessierte niemanden.

Nach alldem bekamen wir endlich neue (alte) Nummernschilder, die ganz anders aussahen als alle, die wir bislang gesehen hatten. Auch unsere Zulasung, die zuvor nur ein St├╝ck Papier war, bekamen wir jetzt im Scheckkartenformat. Alles sehr merkw├╝rdig.

Wir und die Pyramiden:

Nachdem wir unser Visum f├╝r den Sudan und ├äthiopien eingestempelt bekommen hatten, wollten wir dem l├Ąrmenden und stinkenden Cairo den R├╝cken kehren. Unser Weg soll uns ├╝ber die Oasenroute durch die wei├če W├╝ste nach Luxor f├╝hren.

Wir wollten jedoch nicht wegfahren ohne den Pyramiden Hallo zu sagen. Da diese schon vom Campground aus zu sehen waren, hatten wir es nicht weit.

Leider scheiterte es mit den Auto┬┤s  so nahe an die Pyramiden heranzufahren, das alles gemeinsam aufs Bild pa├čt. Von ├╝berall her kommen Parkticketverk├Ąufer, Souvenierverk├Ąufer, tausende von Kinder und alte Leute..

Die Afrikatraveller an den Pyramiden

Nach dem schnellen Foto wollten wir nur noch eins: Raus aus dem Moloch Cairo.

White Desert : die wei├če W├╝ste

So folgten wir dem Deserthighway Richtung S├╝den. Unterwegs trafen wir mitten im Nichts zwei Holl├Ąnderinnen auf Fahrr├Ądern. Wir waren echt verdutzt, da hier in 100 Kilometern in beiden Richtungen absolut nichts ist. Wir unterst├╝tzten die beiden mit zwei kalten Dosen Sakara Bier. Hut ab, nur mit Muskelkraft durch die W├╝ste.

Mit dem Fahrrad durch die W├╝ste, die beiden haben es getan.

Ein spontanes Foto aus der wei├čen W├╝ste

Nach zwei Tagen in absoluter Stille und Abgeschiedenheit war unser Frieden mit ├ägypten wieder hergestellt.Die wei├če W├╝ste erf├Ąhrt sich am besten durch den Einstieg bei GPS N 27┬░21ÔÇŁ517┬┤und E 028┬░09ÔÇŁ517┬┤.

Also fuhren wir weiter in die Oase Dakla. Hier fanden wir ein Restaurant, das uns zusagte. Wir orderten 3 mal das Men├╝ und f├╝r jeden einen Cola. Nat├╝rlich fragten wir nach dem Preis, wir sind ja keine Anf├Ąnger mehr.

Peter bestellte danach noch einen Kaffee, leider ohne vorher nach dem Preis zu fragen. Prompt gab es Unstimmigkeiten bei der Abrechnung. Der Kaffee h├Ątte 21 EP kosten sollen ! Es ist so wie es hier immer ist, es gibt immer Zoff zum Schlu├č. Es ist einfach nicht m├Âglich mit einem ├ägypter Gesch├Ąfte zu machen, ohne hinterher im Streit auseinander zugehen.

Ralf im Sandbett

├ťber El Kargha war Luxor dann recht schnell erreicht. Wir hatten uns eine Strasse ausgesucht, die laut Michelinkarte noch unbefestigt sein sollte. Zu unserer Ent├Ąuschung war die Teermaschine aber hier schon durchgekommen...

Luxor : Die Stadt mit dem First Class Campground

In Luxor erreichten wir das Recyki Camp, welches von Christen betrieben wird. Es liegt mitten in der Stadt (GPS N 25┬░34ÔÇŁ899┬┤und E 032┬░27ÔÇŁ269┬┤) und doch nicht weit entfernt vom Nil. Neben einem Swimming Pool gibt es hier wirklich hei├če Duschen, ein eigenes Internetcafe und g├Âttliches Essen. Im hektischen Luxor eine Oase der Ruhe. In der zweiten Nacht gesellten sich Janet und Rodney aus England zu uns. Da auch sie nach Karthoum wollten, buchten sie sich einfach mit auf die F├Ąhre.

In guter Gesellschaft im Recykicamp in Luxor

In Luxor selbst machen die aufdringlichen Leute einem auch keine Lust, die Sehensw├╝rdigkeiten anzusehen. ├ťberhaupt war uns die Lust auf dieses Land gr├╝ndlich vergangen. ├ťberall wird man nur gemolken, dieses Land ist schon so gr├╝ndlich versaut das es sicherlich nur Sinn macht, als Pauschaltourist hierherzukommen.

Der Gipfel der Unversch├Ąmtheiten stand uns aber noch bevor.

Unser eigener Polizeikonvoi : Abzocke in Uniform:

Die Konvoipflicht von  Luxor nach Aswan solle angeblich nicht mehr bestehen, also fuhren wir gem├╝tlich Richtung Aswan.

In Idfu kamen wir mal wieder an einen Checkpoint (w├╝rden wir f├╝r jeden Checkpoint, den wir passiert haben, 5 Euro bekommen, wir k├Ânnten davon leben) hier wurde behauptet, der Konvoi w├Ąre gerade losgefahren. Der n├Ąchste geht in drei Stunden.

Kein Problem f├╝r uns, ich habe mich mit einem Buch auf das Reserverad gesetzt, Peter hat den Stuhl ausgepackt und angefangen Tee zu kochen.

Nach einer halben Stunde kam einer und meinte, wir sollten dem Polizeijeep folgen, der w├╝rde uns zum n├Ąchsten Checkpoint begleiten. So br├Ąuchten wir nicht zu warten.

Tolle Sache, zumal an jedem Checkpoint eh mindestens 5 Polizisten herumlungern. Kurz vor erreichen des n├Ąchsten Checkpoints stoppten wir und einer der Polizisten sprach mit Peter. Danch ├╝bernahmen uns andere Kolegen auf dem Weg zum n├Ąchsten Checkpoint.

Auch diese stoppten uns kurz vor erreichen der n├Ąchsten Polizeiniederlassung.

Peter kam mit dem Officer zu uns ans Auto und meinte diesmal w├Ąren wir mit Zahlen dran. Zahlen ??? Ja, der letzte Konvoif├╝hrer h├Ątte 50 Pound verlangt.

Wir fielen aus allen Wolken !!! Von Geld war nie die Rede. Dieser Officer wollte 10 Dollar, wegen der Spritkosten. Ich habe mich f├╝rchterlich aufgeregt und diesem Wegelagerer klar gemacht, wir werden gar nichts zahlen.

Da er aber nicht locker lie├č, habe wir uns auf 10 Pound geinigt. Kurz vor dem letzten Checkpoint haben die Jungs dann beigedreht und uns weitergewunken.

Am Checkpoint bin ich dann zum Rangh├Âchsten gegangen und habe mal gefragt, ob die Regierung so arm ist, das Touristen den Sprit der Polizeifahrzeuge zahlen m├╝ssen. Er ist auch aus allen Wolken gefallen, telefonierte gleich mit dem Leiter des Abschnitts und versicherte uns, das die Jungs ihr blaues Wunder erleben k├Ânnen. Er entschuldigte sich mehrfach f├╝r die Vorkommnisse und lie├č uns ohne Konvoi allein weiterfahren.

Aswan : Hafenstadt am Lake Nasser

In Aswan angekommen staunten wir nicht schlecht, als wenn wir verabredet gewesen w├Ąren, stand da das Auto von Julianne und Christian. Nach und nach trafen so alle Mitglieder des Konvoi┬┤s in Aswan ein.

Da Wildcampen in Aswan wegen des Staudammes aussichtslos ist, zogen wir ins Horrus Hotel. Unser erster Hotelauffenthalt dieser Reise. Die ├ťberraschung war perfekt, als wir am n├Ąchsten Morgen erfuhren, da├č der Preis ein Fr├╝hst├╝ck auf der Dachterasse enth├Ąlt. Fast schon Luxus !

Widersehen in Aswan mit Julianne und Christian

Segeln am Ende des Nil┬┤s

Nachdem jeder von uns in der Stadt und im Basar seine Lebensmittelvorr├Ąte aufgestockt und alle Auto┬┤s bis unter die Dachkante vollgetankt hatten, ging es zum Hafen, um die Ausreiseprozedur hinter sich zu brigen.

Es ist schon toll, mit sieben Fahrzeugen, bestehend aus drei Land-Rovern, zwei Toyota und zwei VW┬┤s, durch Aswan zu fahren.

Der Ponton war mit unseren Fahrzeugen auch ausgelastet. Wir nutzten die Zeit der Abfertigung mit dem Sammeln von Holz zu verk├╝rzen.

Wir hatten Fleisch f├╝r alle gekauft und wollten meinen 34. Geburtstag mit einem Grillfest auf dem Lake Nasser begehen.

Nach dem Ablegen dauerte es tats├Ąchlich nur vierzig Minuten bis der Schiffsdiesel schwieg. Das f├Ąngt ja gut an. Mit gemeinsamen Kr├Ąften konnten wir die undichte Dieselpumpe jedoch wieder reparieren. Es sollte nicht die einzige Reparatur auf dem Weg bleiben...

Mit einem sch├Ânen Blick auf die Tempelanlage von Abu Simbel verabschiedete sich ├ägypten von uns.

Wir sind nicht sicher ob wir ├ägypten nochmal mit unserem Auto durchqueren wollten. Es ist ein so sch├Ânes Land, wenn nur die ├ägypter nicht w├Ąren...

Erg├Ąnzende Mails von Peter

02.12.03 Kairo

Bin inzwischen in Kairo. aber zuvor ein kleiner R├╝ckblick. ich traf Ralf und Susan in Petra. einer der 84.000 !!!!!!!! historischen St├Ądten, die Jordanien zu biete hat. Sehr beindruckend. Die m├╝ssen noch 4 Meter tiefer buddeln, um die letzte arch├Ąologisch relevante Schicht zu finden. Dann verbrachten wir noch ein paar Tage in Aqaba um unser widersehen zu feiern.

Das gr├Â├čte Abenteuer bisher war der Grenz├╝bertritt nach Egypt. Auf der F├Ąhre (die 157 Dollar kostet) haben sich die r├╝ckreisenden aus Mekka im wahrsten Sinne des Wortes gestabelt. Die Leute sind wo sie standen auf den Boden gesunken und schliefen. Wir waren erst ein wenig irritiert, um ein paar Stunden sp├Ąter festzustellen was die schon vorher wussten. Wir brauchten 12 Std. f├╝r 60 km!!! und verliesen den Hafen von Nueba (├ägypten) um 4.00 fr├╝hes.

Daraufhin verbrachten wir 3-4 tage in Dahab (zur Entspannung). Das beeindruckteste Tauchrevier, das ich je sah. Wir trafen Taucher die einen Walhai sahen und das leben unter Wasser explodiert hier f├Ârmlich. Die Leute sind freundlich und das leben billig. Also suchten wir etwas Herausforderung (wenn es dem Esel zu bunt wird geht er aufs Eis), und zogen weiter nach Kairo - junge das ist eine Stadt! ein riesen Moloch in dem sich selbst die Taxifahrer nicht auskennen. Riesige Blechlawinen w├Ąlzen sich hupend und stinkend durch die dreckigen Stra├čen. 24 std. Rushhour.

Wir versuchen eine b├╝rokratische H├╝rde pro tag zu meistern, und ab und zu gelingt uns dies auch.
Wir haben nun das sudanesischen Visa und warten auf das ├Ąthiopische. Am 13.12. geht unsere F├Ąhre nach Sudan. Dann kann es sein, das f├╝r ein paar Wochen Funkstille ist.

Ich muss Schluss machen, meine Zeit ist gleich um.

09.12.03 Luxor

Dies wird wahrscheinlich die letzte Mail f├╝r einige Wochen. Wir verlassen am Samstagmorgen Egypt. Doch so richtig k├Ânnen wir den Abschied nicht beklagen. Die Zeit in Kairo hat uns nachhaltig gepr├Ągt. Laut, schmutzig, oberb├╝rokratisch und immer jemand der uns auf irgendeine Wei├če ├╝bervorteilen will.

Wir genossen zwar dann die Ruhe in der wei├čen W├╝ste aber ich freue mich gerade schon fast auf den Sudan. By the way, ich muss hier mal mit ein paar Vorurteilen aufr├Ąumen: W├╝sten (zumindest die ich bisher sah) haben nicht viel Sand, k├Ânnen saukalt sein und es regnet durchaus in ihnen. Es ist ein interessantes Gef├╝hl, frierend auf regennasser Fahrbahn durch eine W├╝ste in Afrika zu fahren.

Aber nun sind wir im sonnigen Luxor, treffen noch die letzten Vorbereitungen zum Verlassen der (zivilisierten) Welt. Geldabheben und die Biervorr├Ąte auff├╝llen, denn wir sitzen bald f├╝r 2-4 tage auf einer F├Ąhre auf dem Nasserstausee fest. Zusammen mit 4 weiteren Globetrottervehikeln und zu allem ├ťberfluss hat Ralf auch noch Geburtstag.

So jetzt is aber gut. Verzeiht meine vielen Fehler aber ich hab seit Tagen Kopfschmerzen und die hemmen ein wenig die Konzentration.

R├╝ckblick:

├ägypten ist ein Land das ICH pers├Ânlich nicht weiterempfehlen kann. Dieses Land war einmal eine Hochkultur, doch das ist wohl sehr lange her. Wer denkt Deutschland sei die Mutter der B├╝rokratie, der mu├č mal nach Kairo. Jeder ├ämtergang ist mit zig Schaltern und diversen Geb├╝hrenzahlungen verbunden von denen selbst der einheimische nicht versteht wozu es dient.

Taxifahren ist ein Abenteuer f├╝r sich. Nicht nur, da├č man den doppelten Preis zahlt, sondern die vor der Fahrt getroffene Abmachung ist nach der Fahrt hinf├Ąllig und m├╝ndet in erneute Verhandlungen. Wir waren froh das Land zu verlassen und nahmen die nervenaufreibende, mehr st├╝ndige Zollabfertigung mit apathischer Agonie in kauf, in dem Bewusstsein dies alles bald hinter uns zu lassen.

ONE LIFE. LIVE IT